KONSEQUENT BIS 62

 

MICH GIBTS HIER NICHT?

Ist es nicht unglaublich ätzend, wenn wir uns Zeit genommen haben zum Onlinestöbern, das richtige Teil endlich gefunden ist, die Farbe sogar erhältlich wäre nur um dann bei den Grössen zu sehen – meine Grösse gibts nicht mehr. Ich hab schon erlebt, dass ich auf einen Newsletter, welcher grad frisch reinkam, reagiert habe und dann beim angepriesenen Brand das schöne Teil nur in Grösse 44 erhältlich war. ALLE anderen Grössen waren ausverkauft oder – gar nie produziert worden.

Die Statistik* besagt, dass der Marktanteil ‚Starke Figuren‘ seit der letzten Erhebung im Jahre 1994 zugenommen hat. Dabei sieht die Verteilung der Grössen auf den Anteil am Markt wie folgt aus:

 

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Wenn wir jetzt wissen, dass in der Produktion eine Stückzahl von ca. 200 Stück pro Farbe das absolute Minimum darstellt, dann verstehen wir etwas besser, weshalb wir Kleidung bis Grösse 50, allenfalls noch 52 eher finden, als für die Grössen ab 52/54. Jetzt wird auch verständlicher, weshalb sich die Massenproduktion in den Grössen bis 44, allenfalls noch 46 bewegt. Dort liegen die höchsten Gewinne, dort kann mit der Masse die Marge enorm erhöht werden. Hinzu kommt die Tatsache, dass ein Körper ab der Grösse 48 nicht mehr gleichmässig wächst sondern disproportional. Das heisst, dass z.B. der Hüftumfang stärker wächst als der Brustumfang. Das führt natürlich zu komplexeren Schnittmustern und bedeutet wiederum Mehraufwand und Mehrkosten beim Produzieren. Das erklärt etwas, weshalb die oberen Grössen so schwer zu finden sind, sogar in einschlägigen Plus Size Shops.

 

Du findest die ‚la marui‘-Basics von Grösse 44/46 bis hin zur 62. Jedes einzelne Teil.

Das gehört mit zur Fashion Democracy!

 

 

*FÜR DIE SCHWEIZ GIBT ES DIESE ZAHLEN NICHT ABER WIE KÖNNEN DAVON AUSGEHEN, DASS DER TREND IN GANZ EUROPA DERSELBE IST.

Link zur Grössentabelle

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Quellenangabe:

GRUNDSATZUNTERSUCHUNG ZUR KONSTRUKTION PASSFORMGERECHTER

BEKLEIDUNG FÜR FRAUEN MIT STARKEN FIGUREN

Abschlussbericht zum AIF-Forschungsvorhaben│ AiF-Vorhaben Nr. 15144 BG │ August 2009 │

Durchgeführt von:

Bekleidungsphysiologisches Institut Hohenstein e.V. · 74357 Bönnigheim

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