FROM la marui WITH LOVE – THOUGHTS ON PACKAGING

Kennt ihr das Gefühl der Vorfreude auf ein Paket? Ihr habt etwas bestellt und könnt es nun kaum erwarten, das Gekaufte bei euch zu Hause auszupacken. Es gibt nicht viel, was dieses Gefühl verbessern könnte – oder doch? Leider musste ich aus eigener Erfahrung feststellen, dass egal wie sehr man sich freut, es einige Faktoren gibt die die Freude dämpfen können. Die Kleidung passt nicht, das Bestellte ist kaputt oder wurde gar falsch geliefert. Mit dem Inhalt kann natürlich etliches schief gehen, das ist klar. Was aber ebenfalls einen positiven – und eben auch negativen – Einfluss haben kann ist die Verpackung.

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ÖKOLOGIE

Billige Plastiktüten, die in alle Öffnungen des Briefkastens, der Haustür oder Wohnungstür gestopft werden und das „Paket“, geschweige denn den Inhalt, billig wirken lassen dominieren die Versandlandschaft. Dass wir damit der Umwelt keinen gefallen tun ist uns mittlerweile allen klar, denke ich. Das ist aber bei Weitem nicht alles; was macht man mit dem haufen Plastik der übrig bleibt? Wegwerfen, meistens. Damit endet auch gleich der ökologische Kreislauf. Kein Recycling, kein wiederverwenden.

Auch wenn wir etwas retournieren müssen, ist der Plastikkrieg die Hölle – sei es für Kundin oder für Logistikzentrum (die die Plastiktüten den richtigen Kleidern zuordnen und das ganze neu verpacken müssen). Ja, sicherlich gibt auch Vorteile der Plastickverpackung. Zum Beispiel ist sie meist für die HerstellerIn die günstigste Verpackungsart in der Produktion und eventuell auch im Versand. Zudem ist sie leichter als viele andere Materialien. Jedoch ist im Gegensatz dazu käme eine Verpackung, die wieder und wieder verwendet werden kann und nicht aus umweltschädlichem Material hergestellt wird, der idealen ökologischen Herstellung am Nächsten. Wir würden somit auch gleichzeitig eine wichtige Aussage an die Frauen transportieren und schon beim Auspacken ein positives Erlebnis schenken können.

ERLEBNIS

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Ausschlaggebend hat uns bei la marui eine weitere junge schweizer Modefirma beeinflusst. SelfNation, die Jungs von der Eidgenössisch Technischen Hochschule in Zürich (ETHZ) haben ein Messystem entwickelt und produzieren massgeschneiderte Jeans auf Anfrage. Als ihr Paket bei uns ankam waren wir begeistert; so viel Sorgfalt und Liebe hatten wir nicht erwartet. Das silbern glitzernde Paket war innen mit Seidenpapier ausgelegt, hatte eine persönliche Grusskarte mit drin und machte insgesamt einen unglaiblich herzlichen Eindruck. Das war zum Glück ganz am Anfang unserer Planung und so wussten wir gleich, worauf es wirklich ankam. Wir mussten unsere Liebe für das Produkt und unseren Respekt für unsere Kundinnen mitschicken. Wie wir das mit jedem Paket machen, möchte ich euch in diesem Blogeintrag vorstellen. Ich hoffe, dass bei allen die bereits bestellt und eine Lieferung erhalten haben,  diese Sorgfalt und Liebe für unsere Kleider auch ankommt!

KONSTRUKTION DER BOX

Wir haben uns also nach dem SelfNation Erlebnis zusammengesetzt und besprochen, was wir denn genau von einer Verpackung wollen. Zentral war dabei, wie auch bei der Kleidung, die Umweltfreundlichkeit. In unserem Bestehen auf bio wollten wir zudem ebenfalls konsistent bleiben. Auch wenn wir keinen Karton mit biologisch abbaubaren Farben gefunden haben, so wollten wir doch so weit weg von bekannten umweltschädlichen Materialien wie möglich.

Unser erster Erfolg war daher unsere Entdeckung einer Klebband-freien Schachtel. Sie erlaubt ungehindertes Verpacken, Verschliessen und Wiederverwenden ohne auch nur ein einziges Stück Klebband zu benötigen. Sie muss auch von der Verpackungsstation in unserem Logistikzentrum nur aufgeklappt werden und ist daher wunderbar effizient. Die Klappe ist so konzipiert, dass sie fest verschliesst aber mit Zug an der richtigen stelle (beidseitige Einbuchtungen vorne an der Klappe) wie Butter aufgeht. Auch ist so eine schöne, simple Schachtel super wiederverwendbar für andere, persönliche Dinge. Sei’s zum Verstauen oder um jemandem etwas per Post zu senden. Wir waren verständlicherweise sofort Feuer und Flamme.

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VERPACKUNG DER KLEIDER

Nun brauchten wir noch eine gute Idee für die Verpackung der einzelnen Kleidungsstücke in der Schachtel. Die grosse Frage war, wie wir organische Materialien, schönes Verpackungsdesign, Schutz der Kleidung und Wiederverwendbarkeit in einem gewährleisten konnten. Natürlich war das Seidenpapier auch eine Option doch dachten wir uns, dass das wohl eher weggeworfen als wiederverwendet werden würde. So schieden etliche Verpackungsarten aus. Die zündende Idee kam Liana, als sie bei unserer Produktionsstätte SEKEM in Ägypten war. Da die Materialien dort grundsätzlich alle biologisch angebaut werden, mussten wir uns darum keine grossen Gedanken machen. Wenn wir davon nun einfach kleine Stoffsäckchen nähen könnten (zu vertretbaren Preisen), wären diese auch für vieles wiederverwendbar – ja sogar waschbar.

Prompt war das genähte Säckchen bestellt und wir mussten gar nicht lange überlegen: Stoffsäckchen aus bio-Baumwolle, wiederverwendbar, wunderschön reine Farbe – nur ein wenig teurer als die Plastiktüte und unendlich wiederverwendbar mit tollem ökologischen Fingerabdruck. Gekauft!

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Das Resultat ist eine starke Kombination von Materialen in der „äusseren Verpackung“ und der „inneren Verpackung“, die ihr als Kundinnen hoffentlich ebenso toll findet wie wir. Wie ihr die Kartonschachtel wiederverwenden könnt, denke ich ist ziemlich klar. Was ihr aber alles mit dem Stoffsäckchen anstellen könntet, das ist ein bisschen komplizierter. Hier ein paar Ideen:

Wäschesäckchen (auf Reise), Schuhsäckchen, Aufbewahren von zerbrechlichen Materialien, Reisekissen (gefüllt mit Kleidern), Laptop/iPad-Schutz, organisieren im Koffer (Socken/Unterwäsche/BHs) und vieles mehr.

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From la marui with love.

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